4 Gründe, jetzt den neuen Tesla zu bestellen

Vor wenigen Tagen hat Tesla sein Massenprodukt Tesla Model 3 vorgestellt und es sieht so aus als würde die Autobranche ihren ganz eigenen iPhone Moment erleben. In den ersten 24h wurden bereits 115.000 Autos reserviert, in den ersten drei Tagen über 275.000 Autos. Neben all der Euphorie und Marketing-Hitze gibt es aber 4 gute Gründe warum Sie sich jetzt dieses Auto reservieren sollten. 3 dieser Gründe haben mit dem Auto an sich nicht viel zu tun. Und gerade diese 3 Gründe machen es so wichtig.

Einen Tag nach ihrem 100. Geburtstag hat mich BMW verloren. An Tesla. War absehbar, ich weiß. Wer heute ein echter peinlicher Internet-Hipster sein will, muss schließlich so etwas haben. Das Auto polarisiert, keine Frage.

Man kann sich jetzt verlieren in Details über Elektromobiliät, Supersportwagen-Beschleunigung, Erdölindustrie und vieles mehr was Tesla umgibt. Es geht in der Diskussion aber um weit mehr als jene Banalitäten. Es geht um nichts anderes als die Transformation unserer Energieversorgung. Angela Merkel sagt dem Energiewende.

Tesla ist eine sonderbare Firma

Das sind Tesla’s Absichten, oder genauer gesagt, dass sind die Absichten von Elon Musk, der Mann hinter Tesla. Sein Approach das zu tun ist exemplarisch dafür, wie man große Veränderungen angehen sollte. Statt lange zu theoretisieren und die beste der perfekten Lösung anzustreben, sollten man schlicht damit beginnen. Schritt für Schritt. Auf einer strategisch sattelfesten Grundlage.

Model 3 Tesla - Vorstellung

Wer bislang nichts über Elon Musk gelesen hat und seine Geschichte nicht kennt, denkt sich wohl, dass dieser Mann ein gewiefter Geschäftemacher ist, der die Dinge die er tut darum tut damit sich seine Kasse füllt. Dem ist nicht wirklich so. Nicht, dass sich seine Kasse durch seine Aktivität nicht füllen würde, aber seine Motivation liegt darin, die Welt zu verändern. Ich glaube ihm das, weil er seine Kasse mehr als einmal fast schon fahrlässig riskiert hat. Es ist wohl mehr Glück als Verstand, dass das bislang gut gegangen ist.

best car ever - Tesla Model 3

Wir können froh sein, dass es solche Menschen gibt. Wo kämen wir hin wenn alle erfolgreichen Businessleute sich wie Josef Ackermann verhalten würden. Es sind doch genau diese Exponenten die unserer westlichen Gesellschaft in den letzten 30 Jahren sehr viel Schaden zugefügt haben. Und das, sage ich Ihnen als Vertreter der Wirtschaft.

Lange Rede kurzer Sinn. Hier sind die 4 Gründe warum Sie sich jetzt, sprich heute oder in den nächsten Tagen, einen Tesla reservieren sollten.

1. Best Car Ever

Das Model S ist schlicht und einfach das beste Auto, das ich je gefahren bin. Und ich bin wirklich viele Autos gefahren. Günstige, teure, langsame, schnelle. Es ist schlicht und einfach unvergleichlich. Konzeptionell software-basiert aufgebaut, verändert sich damit alles was bisher rund ums Auto entstand. Remote-Wartung und Support, eine App zum Auto.

Ich könnte mich in den Details verlieren. Und ich bin ein Fanboy und bin entsprechend voreingenommen. Sie müssen mir nicht glauben, machen Sie einfach eine Testfahrt und sie wissen was ich meine. Sie werden nicht wieder Verbrenner fahren wollen. Bislang war das eine Frage der Finanzen. Mit der Vorstellung des Model 3, das zu einem Preis von rund 35.000 US$ verkauft wird ändert sich das. So sieht das Auto aus:

Model 3 - Tesla

2. Energiewende

Die ganze Diskussion um die zukünftige Energieversorgung ist stark fragmentiert und polarisiert. Es wird viel geredet und viele Leute haben nicht wirklich eine Ahnung. Der ganze Energiesektor ist von allen Seiten stark von Lobbyismus beeinflusst. Wie durchtrieben und hoch unanständig das bisweilen zugehen kann wurde letzten Monat in der Schweiz offensichtlich. Zusätzlich, und das macht es wirklich mühsam, ist die Diskussion auch noch politisch besetzt. Ein Minenfeld also.

Das Problem der elektrischen Versorgung ist im Grunde ganz banal. Im Moment muss Energie die produziert wird, mehr oder minder gleichzeitig auch verbraucht werden. Die beste und unerschöpflichste Energiequelle, die Sonne, ist genau dann, wenn wir den Strom auch verbrauchen, nämlich in der Nacht und in den Wintermonaten, erheblich eingeschränkt. Selbst wenn wir uns Photovoltaikanlagen anschaffen, nachts müssen wir noch immer Strom aus dem Netz besorgen.

Genau da setzt Tesla an in dem es eher sang und klanglos eine Batterie für zuhause anbietet. Mit diesen einfachen und günstigen Aggregaten ist es möglich, Strom am Tag zu produzieren und für die Nacht zu speichern. Je nach Einfamilienhaus reichen 1-3 solcher Einheiten. Im Moment kostet eine solche Batterie rund 3’500 US$. Da die ausrangierten Batterien der Autos mit wenig Aufwand in den Hausbatterien noch länger verwendet werden können, entsteht eine komplett verzahntes Ecosystem in der die aufwändige Technologie besser genutzt werden kann. Das ist nicht nur umweltfreundlicher sondern auch viel wirtschaftlicher.

Damit können wir unser gesamtes Energieversorgungskonzept umstellen. Wir können im privaten Bereich hin zu einer grundsätzlich dezentralen Versorgung wechseln, mit Haushalten die großmehrheitlich ohne externe Stromversorgung funktionieren. Das funktioniert in Regionen mit viel Sonne komplett. In anderen, z. Bsp. in der Schweiz, mit Einschränkungen in den Wintermonaten.

Diese saisonale Verschiebung kann aber mit anderen Methoden gelöst werden. Z. Bsp. der Zwischenspeicherung mittels Stauseen. Oder man brennt halt einfach ein paar Monate Kohle durch. In diesen Diskussionen über was denn Sinn ergibt, ist die Perfektion der Feind der Umsetzung. Es gibt immer jemand der irgendwo etwas findet, das nicht perfekt ist und darum das ganze Konzept verteufelt. Gerade in der Schweiz und Deutschland.

Es wird dadurch verkannt, dass selbst mit einer ersten schrittweisen Dezentralisierung ganz erheblich CO2-Emmissionen reduziert werden. Und im Moment können wir jede Reduktion brauchen.

Wenn Sie also jemals in irgendeiner Weise für den Naturschutz waren, sollten Sie Tesla in diesen Bestrebungen unterstützen. Denken Sie ja nicht, dass Tesla dabei die Energieversorgung übernehmen wird. Ich sehe diese Firma eher als Vorreiter, als Prototyp-Ersteller um der Gesellschaft und damit der Wirtschaft zu zeigen, dass diese Veränderungen wirklich machbar sind. Wider allen Zweiflern.

Teslas Autos sind der Material gewordene Beweis dieses Gedankens und ironischerweise auch herrlich ideologiebefreit. Ich bin mitunter ökologisch sozialisiert aufgewachsen; zu gut kenne ich diese Nur-Verzicht-zählt-Mentalität. Es gibt genügend Grüne die Klassenkämpfe mit Naturschutz verwechseln. Und Bürgerliche die die Verhinderung dessen mit Wirtschaftsfreundlichkeit gleichsetzen.

Wer hätte da gedacht, dass gerade die gut verdienenden ehemaligen Porsche, BMW und Mercedesfahrer der Oberklasse die Elektromobilität einst voranbringen.

3. Drei-Phasen-Plan

Um ein massen-taugliches elektrisches Auto zu entwickeln musste Tesla in 3 Schritten vorgehen, wobei ich denke das ist eher eine Tugend aus der Not gemacht. Der erste Schritt war die Grundlagen-Entwicklung und Erstellung eines ersten Produkts. Resultat war der Tesla Roadster, sehr teuer, sehr techniklastig. Der zweite Schritt war das Model S, ein Oberklassenmodell. Die hervorragenden Fahreigenschaften von Elektroantrieben und das hohe Preisniveau dieser Fahrzeugklasse ließ es zu ein Modell zu entwickeln mit dem Tesla auch irgendwie wirtschaftlich zumindest in den Graubereich der Profitabilität kommen konnte. Und so die Entwicklung des Model 3 erst möglich gemacht hat.

Da Tesla nicht einfach nur ein elektrisches Auto, sondern einfach auch in vielen Bereichen qualitativ hochstehende Autos baute, hat dazu geführt, dass es im Oberklassensegment zumindest in der USA seinen Durchbruch finden konnte. Vergleicht man zudem das Preis/Leistungsverhältnis muss man aber auch sagen, dass das Model S im Vergleich recht günstig ist.

Das gestern lancierte Modell 3 ist nun der dritte Schritt. Ein Auto für jedermann. In dem Sie jetzt einen Tesla reservieren, können Sie mithelfen, dass dieser Plan aufgeht und die Elektromobilität erheblich weiterkommt. Die traditionellen Hersteller stehen schon jetzt unter Druck nachzuziehen. Und ein paar Hersteller haben bereits gute Produkte lanciert. Z. Bsp. Renault mit dem Zoe.

Model 3 from Tesla

Machen Sie sich dabei nicht allzu viele Gedanken ob das von der Umweltbilanz jetzt schlechter oder besser ist, denn es ist gar nicht so relevant. Relevant ist, dass wir als Gesellschaft und Wirtschaft Schritte in Richtung Umbau der Energieversorgung machen. Im Moment ist es wohl so, dass unter dem Strich noch genauso viele Emissionen entstehen wie wenn Sie Verbrenner fahren (in Deutschland, in der Schweiz ist die Bilanz, dank deutschem Nacht-Windstrom, bereits besser).

Entscheidend ist jedoch, dass sobald mehr und mehr Stromherstellung auf nachhaltige Weise passiert, die Emissionsbilanz der Elektroautos schlagartig besser wird. Da müssen wir hin.

4. Sozioökonomischer Impact

Die Automobilindustrie erlebt gerade ihr ganz eigenes Schreckensmoment, auch wenn sie das wahrscheinlich nicht zugeben werden. Es ist einfach nur unverständlich, warum eine ganze Industrie Jahrzehnte lang Milliarden in eine Technologie investieren konnte, die ganz offensichtlich extreme Nachteile hat. Ziehen diese Firmen nicht schnell nach jetzt, und nein sie werden dabei nicht gut aussehen, wird es kritisch für sie. Nicht weil sie keine umweltfreundlichen Autos haben, sondern weil sie die teureren und schlechteren Autos haben werden. Das gilt natürlich auch nicht für alle, wohl aber doch für ein paar bekannte Namen.

Wir können nur hoffen, dass dieses Beispiel für andere Branchen ein Erweckungserlebnis ist und sich die Dinosaurier-Industrien wieder vermehrt wagen, neue Technologie auch wirklich zu Produkten zu verarbeiten anstatt Studien über Studien über Studien zu lauwarmen Marketingfilmchen zu verwerten.

Genauso unverständlich ist es aber auch, dass die Politik so lange Zeit diesen perfiden Mix aus Krieg und Allianz mit den Ölförderländern geführt hat. Man fragt sich wie so etwas passieren konnte, all die Jahre, all die Tragödien, all die Kriege. Vom Öl und von den Konflikten die das Öl hervorgebracht hat. Damit muss einfach mal Schluss sein.

Es ist mir klar, dass das stark vereinfacht ist und nein, ich will um Gottes Willen auch nicht behaupten mit dem Kauf eines Teslas könnte man diese Probleme lösen. Ich bin ja nicht naiv. Wäre ja zu schön wenn es so einfach ginge.

Aber es ist nun mal ein erster Schritt in diese Richtung. Etwas das Sie ganz konkret tun können.

Sehen Sie sich hier die Vorstellung des Model 3 an.

Reservieren Sie sich hier Ihr Model 3.

Dieser Beitrag von Alain Veuve ist zuerst auf seiner eigenen Webseite erschienen. Ich habe ihn mit seinem Einverständnis hier noch einmal veröffentlicht, weil er sehr gut zu meinen bisherigen eigenen Beiträgen zu Tesla passt, die das erste Mal über den Tesla Roadster hier , warum das Tanken wieder höllisch Spaß macht hier und hier und dann über den Geheimplan von Elon Musk, veröffentlicht wurden.

Jörg Weisner
 

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