Erfolgsstrategien für Selbstständige und Unternehmer

Als Selbstständiger und Unternehmer haben Sie viele verschiedene Rollen zu erfüllen. Vom Alleinunterhalter bis zum Mädchen für alles.

Viele Unternehmer meinen, sie müssten alles tatsächlich selbst machen. Kein Wunder, dass sie dann unter Stress und Zeitmangel leiden. Dass sie dann nach und nach die ursprüngliche Begeisterung für Ihr Unternehmen verlieren. Und dass sie längst nicht den Erfolg erzielen, den sie sich wünschen.

Es geht aber auch anders, wenn man sich nämlich auf seine Kernkompetenzen fokussiert.

Genau aus diesem Grund hat sich Ivan Blatter fünf ausgewiesene Experten ausgesucht, die Selbstständigen und Unternehmern helfen, erfolgreicher zu werden. Diese fünf Experten lassen sich über die Schulter blicken und zeigen Ihnen erprobte Strategien, die wirklich helfen. All das geben Sie jeweils in einem Webinar weiter.

Profitieren Sie vom Wissen und den Erfahrungen dieser Experten und lernen Sie ein paar Strategien, die Sie wirklich vorwärts bringen.

Am kommenden Montag beginnt diese exklusive Webinar-Reihe auf der Seite von Ivan Blatter mit dem vielversprechenden Titel:

Erfolgsstrategien für Selbstständige und Unternehmer

Ivan ist es gelungen, für diese Reihe folgende fünf Experten als Referenten zu gewinnen:

Die Übersicht über die Webinarreihe

Heiko Schwardtmann
Heiko Schwardtmann, Muster der Macht – Unbemerkte Strategien für mehr Einfluss
Montag, 17. Juni 2013, 18:30-19:30 UhrIm Webinar “Muster der Macht” von Heiko Schwardtmann erfahren Sie die grundlegenden Faktoren, die es Ihnen überhaupt erst ermöglichen, Einfluss auf andere auszuüben und wie Sie diesen Einfluss natürlich noch erhöhen können.

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Frank-Michael Rommert
Frank-Michael Rommert, So erstellen Sie Ihre persönliche Vermögensbilanz – In drei Schritten zu mehr Klarheit über die eigene Situation
Dienstag, 18. Juni 2013, 18:30-19:30 UhrFrank-Michael Rommert zeigt Schritt für Schritt, wie es geht, worauf beim Erstellen und Pflegen der Vermögensbilanz zu achten ist und welche Tipps sich im Alltag bewährt haben.

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Roman P. Falta
Roman P. Falta, Mehr Umsatz durch gezielte Beeinflussung von Kunden-Emotionen
Mittwoch, 19. Juni 2013, 18:30-19:30 Uhr In diesem Webinar von Roman P. Falta erfahren Sie, wie Sie Ihren geschäftlichen Erfolg durch den gezielten Einsatz spezifischer Emotionen bedeutend steigern können. Egal, ob Sie potenzielle Kunden ansprechen oder bestehende Kunden noch enger an Ihr Unternehmen binden möchten.

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Monika Birkner
Monika Birkner, Wachstumsstrategien für Solo-Unternehmer – Einfache Wege zu mehr Geschäftserfolg
Donnerstag, 20. Juni 2013, 18:30-19:30 UhrIn diesem Webinar von Monika Birkner lernen Sie einfache Wege für mehr Geschäftserfolg kennen. Sie entwickeln Ihre eigene Landkarte, die Ihnen auch in Zukunft Orientierung gibt. Und Sie lernen, wie sie möglichst schnell und ungehindert vorankommen.

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Jörg Weisner
Jörg Weisner, Ihr größtes Geheimnis und wie Sie damit wirklich ins Handeln kommen – erfolgreich und garantiert!
Freitag, 21. Juni 2013, 18:30-19:30 UhrJörg Weisner zeigt in diesem Webinar, wie Sie sich gegen das Gewohnheitstier in Ihnen durchsetzen, neue Gewohnheiten langfristig aufbauen und dadurch Beruf und Alltag mit mehr Konzentration auf das Wesentliche meistern können.

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Es lohnt sich auf jeden Fall sich anzumelden, selbst wenn Sie genau zu dem Termin keine Zeit haben. Sie können dann auf die Aufzeichnung des jeweiligen Webinars zurück greifen.

Ich freue mich auf Sie, Ihre Teilnahme und Ihre Fragen und Anregungen.

 

Nicht unsere Erfahrungen machen uns weise, sondern unsere Reflexion darüber

„Der Raum zwischen Reiz und Reaktion bestimmt unsere Lebensqualität.“

Ich weiß nicht mehr, wie oft ich diesen Ausspruch von Stephen Covey in meinen Seminaren und Vorträgen verwendet habe. Covey hat ihn von Viktor Frankl, dem österreichischen Psychiater und Begründer der Logotherapie. Frankl überlebte zweieinhalb Jahre im Konzentrationslager, seine Eltern und seine Frau starben dort. In seinem Buch „… torztdem Ja zum Leben sagen“ schreibt er:

„Man kann dem Menschen alles nehmen, nur eines nicht: Die freie Wahl auf die Umstände so oder so zu reagieren.“

Und genau dies bestimmt unsere Lebensqualität. Und das besonders Schöne daran ist, dass wir diese Bewertung sogar rückwirkend ändern können. Jane Fonda sagt in einem sehr bewegenden TED-Video:

„Nicht unsere Armut oder unser Reichtum, Berühmtheit oder Unbekanntheit, Gesundheit ode Leid bestimmen unsere Lebensqualität. Was unsere Lebensqualität bestimmt, ist, wie wir diese Realitäten in Verbindung setzen, welche Bedeutungen wir Ihnen zuweisen, was für eine Auffassung wir Ihnen anheften, welchen Bewusstseinszustand wir Ihnen zugestehen.“

Und sie betont, dass genau dafür besonders im dritten und letzten Akt des Lebens, in den Jahren von 60 bis 90 eine sehr gute Möglichkeit besteht.

Und wer sich das Video von Jane Fonda ansieht, wird kaum glauben, wie alt sie inzwischen ist. Wer es nicht weiß, kann ja ‚mal raten. Nach dem Video verrate ich es.

Jane ist am 21. Dezember 1937 geboren.

Wer weiß, vielleicht ist auch ihre Haltung und ihre Fähigkeit zur Reflexion eines ihrer Geheimnisse jung zu bleiben …

 

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Eine Frage der Wertschätzung

Das Handwerk interessiert mich schon lange. Eine Alternative zu meiner damaligen Banklehre wäre eine Lehre als Tischler gewesen. Nun hat mein Sohn Arne zum Glück sich als Zimmerermeister selbständig gemacht. Dadurch fühle ich mich dem Handwerk immer noch sehr verbunden und habe den großen Vorteil, dass ich für meine eigenen kleinen handwerklichen Projekte auf seinen professionellen Maschinenpark zugreifen darf.

Aus vielen Gesprächen mit Kunden und befreundeten Unternehmern aus dem Handwerk wie aus der Baubranche weiß ich, dass immer wieder versucht wird, um den letzten Euro zu feilschen. Dagegen ist an sich nichts zu sagen, wenn, ja wenn die grundlegende Wertschätzung gegenüber der  handwerklichen Tätigkeit erhalten bleibt. Und diese Wertschätzung zahlt sich dann eben auch in einem höheren Preis aus.

Wie stark die Akzeptanz dieses Preises von einer gelungenen Kommunikation mit dem Kunden abhängig ist, zeigt eine sehr schöne Geschichte von Manfred Strum-Larondelle. Ich darf sie hier mit seinem Einverständnis wiedergeben:

 

Manfred Sturm-Larondelle

Restaurierung – eine Überzeugungsarbeit
Eine nicht nur ernste Betrachtung

Es ist sicher möglich, ohne Hingabe durchs Leben zu kommen. Der Handwerker steht für die besondere menschliche Möglichkeit engagierten Tuns . (der amerikanische Soziologe Richard Sennet in seinem Buch „ Handwerk“)

Vieles wurde über Restaurierung geschrieben, in Fachbüchern oder Tageszeitungen, einiges handelte auch von meiner Werkstatt. Aber eines kam in diesen Artikeln eigentlich nie vor. Wer kennt es nicht: Dieses unselige Feilschen um den billigsten Preis.

Aber fangen wir doch mit etwas Schönem an: Mit Hephaistos, dem Schutzgott der Handwerker. Ja ihn gibt es – oder gab es – oder wie auch immer. Schmied war er wohl, neben all den anderen gött- lichen Pflichten.

> Muse mit heller Stimme ! Hephaistos, den ruhmvollen Denker / preise im Lied! Mit Athe- ne, der eulenäugigen Göttin, / lehrte er herrliche Werke die Menschen auf Erden, die früher / hau- sten wie Tiere in Höhlen der Berge. Doch jetzt in der Lehre / jenes ruhmreichen Künstlers Hepha- istos lernten sie schaffen / bringen sie leicht ihre Zeit dahin bis zum Ende des Jahres, / leben in Ruhe und Frieden in ihren eigenen Häusern <

Ich stelle das Glas Rotwein auf den alten Tisch und lege das Buch zur Seite. Schlage die Zeitung auf. Mich grinsen die Hymnen dieser Tage an, die mir unmissverständlich klar machen, was ich nicht bin: „Ich bin doch nicht blöd!“ sagt mir da jemand, den ich nicht kenne. Wäre ich von selbst nicht drauf gekommen. Suche fieberhaft nach meinem Lieblingssatz der letzten Jahre, kann ihn nicht finden. Bin fast ein wenig enttäuscht. Sollte der Geiz auf einmal nicht mehr so geil sein? Nun, er hat sein Werk vollbracht. In den Hirnen hat er seine Spuren hinterlassen.

Begebe mich am folgenden Morgen zu einem Kunden. Ein französischer Sekretär 1790, Palisander furniert. Ein edles Stück, vollendet elegante Linienführung. Fein ziselierte Bronzebeschläge. Ein Stück, über das man Gedichte schreiben könnte oder zumindest sollte man „Diese“ an ihm schreiben.

Ich lasse meine Hand über das rissige, teilweise lose Furnier gleiten. Die Fehlstellen. Sehe die Verwundungen, die dieses Stück erlitten hat. Die alte Politur ist nur noch als eine ferne Ahnung vorhanden. Hat die letzten Jahre bei der Tante in der Garage verbracht. Öffne ihn. Viele kleine, schön angeordnete Schubladen, teilweise ihrer Füh- rungen beraubt, schauen mich verloren an. Drei Elfenbeinknöpfe fehlen, bei einigen anderen sind nur noch Reste vorhanden.

In solchen Momenten möchte ich die Fähigkeit besitzen, zu hören. Zu lauschen, was mir dieses Möbel erzählen mag. All die Geschichten…

„Nun was meinen Sie Herr Sturm-Larondelle? Lohnt es sich?“

Eine komische Frage, denke ich. Es lohnt sich fast immer. Es ist wie immer eine Frage der Wertschätzung und…und des Geldes. Ich sehe in den Garten. Vor der Garage steht ein 300er Mercedes und ein Morris Mini Cabrio. Das Gemälde an der Wand gegenüber ist auch kein Kunstdruck.

Also eine Frage der Wertschätzung.

Ich bejahe seine Frage mit warmer Stimme, die Hand auf der von Wasserflecken übersäten Schreibtischplatte.

„Nun, ich meine, es muss sich natürlich rechnen, das werden sie verstehen. Ich bin Geschäftsmann.“

Ich übe mich im Nicht–Verstehen und schweige. Seine Frau nickt und schaut den Sekretär mit einer Mischung aus Mitleid und Ratlosigkeit an.

„Sie sind uns empfohlen worden, obwohl Sie nicht billig sein sollen!“. Dies mit einem komisch verschmitzten Lächeln im Gesicht; als hätte er gerade etwas Unanständiges gesagt.

„Wissen Sie, wir haben schon zwei Angebote; die liegen zwischen vier und fünftausend.“

Ich nicke, mein Blick bleibt an einem gerahmten, alten schwarz/weiß Foto hängen.

Die Frau folgt meinem Blick und erwacht zu eigenständigem Leben.

„Sehen Sie Herr Sturm-Larondelle, das ist meine Urgroßmutter mit der jungen Frau daneben, meiner Großmutter…“

Die Gesichter auf diesen alten Bildern wirken immer wie schockgefroren, ohne jedes Lächeln.

„ … und da…im Hintergrund sehen Sie den Sekretär.“

 

Da ist er. Noch in der Blüte seiner Jahre. Ich schaue ihn mir jetzt an und er wirkt unendlich traurig. Die Frau redet auf mich ein. Ich stelle Fragen. Sie erzählt Geschichten, die mit dem Sekre- tär zu tun haben. Sie tut dies mit Wärme und ihre Augen bekommen kleine Lichter. Ja…denke ich… der Weg ist richtig. Es geht um Wertschätzung. Die Wertschätzung der eigenen Geschichte.

Wir Deutschen haben eine schwierige Geschichte. Aber wir sollten lernen zu differenzieren. Der billige Entsorgungswahn beraubt uns sonst unserer Wurzeln und eine leichtfertige Wegwerf- mentalität ist kein Surrogat für gelebte Geschichte.

Ich denke daran, dass in Deutschland nach dem Kriege mehr Baudenkmäler zerstört wurden als in dem ganzen verheerenden 2. Weltkrieg, über antike Möbel gibt es keine Zahlen.

„Verstehen Sie Herr Sturm-Larondelle, wir wollen keine Unsummen für das Stück ausgeben.“

Wer bin ich, so etwas nicht zu verstehen?

Dann fängt sie an, nicht ohne koketten Witz, mir Vorschläge zu machen. Das geht soweit, dass man diese oder jene fehlende Leiste ja vielleicht günstig im Baumarkt besorgen könnte.

Ihr Mann wird unruhig.

„Nun ja“ sagt er mit geschäftsmäßiger Stimme „Wir wollen schon Qualität!“

Ich mache noch ein paar Fotos während man mir in immer neuen Satzwendungen zu verstehen gibt, dass es schon um Qualität geht, aber billig – ja billig soll es sein.

Man ist ja nicht blöd! – denke ich für mich.

Ich stoppe ein wenig den Redefluss und wir schauen uns einen kleinen Moment lang gemeinsam den Sekretär an.

Knüpfe behutsam an die Geschichte der Frau an. Nehme den Sekretär aus der Beliebigkeit von Alltagsprodukten heraus. Versuche mit Worten ihm etwas von seiner Würde zurück zugeben, die man ihm in der Ecke der Garage genommen hatte. Erzähle Geschichten über seine Herstellung. Ziehe behutsam eine der großen Schubladen heraus. Ich lasse ihm den Respekt zuteil werden, den er zweifelsohne verdient.

Der Mann will, jetzt etwas leiser, den Aufwand und den Preis der Restaurierung von mir erfahren. Ich sage ihm, dass wir auch darüber reden werden, aber nicht jetzt. Ich werde ihn anrufen.

Jetzt will ich die beiden auf eine Reise mitneh- men. Ich versuche Ihnen die Einmaligkeit und den Zauber dieses alten Möbels nahe zu bringen – seine Geschichte – seine erlebten Geschichten.

Ihre Gesichter sagen mir, dass sie den Sekretär so noch nie betrachtet haben.Als wir uns verabschieden bin ich mir fast sicher, dass sie den Sekretär heute Abend anders ansehen. Vielleicht nachdenklich? – Vielleicht auch mit einer respektvollen Scheu.

Auf dem Weg zum Wagen kommt mir jene Frau von vor zwei Wochen in Erinnerung.

Zwei Biedermeierstühle aus Weimar; ein hoffnungsloser Fall.

Nicht die Stühle.

Als ich ihr den Preis nannte, maß sie die beiden Stühle auf ihren zittrigen Beinen mit einem Blick der nichts als Verachtung für dieses „ Gelump“ ausdrückte. Dann die spitze, empörte Bemerkung, dass sie für „diesen Preis“ ja vier Neue bekäme. Ihre Lippen fest zusammen gekniffen, musterte sie mich, als wolle sie mir sagen – „Es sind schon Leute wegen weniger in der Psychiatrie gelandet.“

Wir verabschiedeten uns höflich und kühl. Beide in dem angenehmen Bewusstsein, einander nicht mehr begegnen zu müssen.

Irgendjemand wird sich dieser beiden Biedermeierstühle aus Weimar annehmen. Ihnen mit Baukleber zu Leibe rücken – ein paar harte Spaxschrauben durch das Holz treiben und den beiden einen modernen Möbellack verpassen.

Ich denke an die Geschwister dieser beiden Stühle – die ich vor nicht langer Zeit in Wien in der Albertina, in einer Ausstellung sah. Gesichter, die die Schönheit des Alters trugen und die Würde ihrer gelebten Geschichte.

Seit dreißig Jahren restauriere ich jetzt antike Möbel und es gab humorvolle – ärgerliche – wütende – lachende – nachdenkliche – erbauliche und weniger erbauliche Gespräche mit Kunden.

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Holländische Barockstanduhr ca. 1780,
restauriert im Auftrag von Sheikh Mohamed Bin Faleh Al-Thani,
Cousin des Königs von Qatar und Chef der „German Open“.
 

Viele Rollen habe ich in der Zeit ausprobiert und immer etwas gelernt im Umgang mit dem Kunden.

Wenn die Haare üppig und lang sind kann man schon mal den zornigen Beethoven geben. Eine Rolle die durchaus Ihren Reiz hat.

Mit Vergnügen denke ich daran, dass Beethoven den Flügel zuknallte und die Bühne verließ, als einer der adligen Herren geruhte einzuschlafen. Abgesehen von den Haaren die im Laufe der Jahre an Fülle verloren haben ist der Reiz des unverstandenen Genies eine ziemlich brotlose Kunst.

Dann wäre da noch die Rolle desjenigen der mit leisem Sarkasmus über die Zerstörung eines Kunstwerkes referiert und dass es kein DVD-Player ist der in China montiert wird, sondern Handwerksarbeit vom Feinsten.

Wer will das schon hören?

Diese Liste ließe sich fortsetzen, nur was bringt es?

Nun sind wir alle nicht nur Anbieter, sondern in Dutzenden von Fällen in der gleichen Rolle wie unsere lieben Kunden. Ich muss gestehen, dass ich genauso verführbar für das vermeintlich günstige Angebot bin wie andere. Auch wenn sich das bei mir eher auf den günstigen Kauf einer optischen Computermaus mit integriertem Käsehobel von Tchibo beschränkt.

Heute versuche ich den Kunden dort abzuholen wo er ist. Wenn möglich gehe ich mit ihm auf eine Reise oder lasse mich auf eine Reise mitnehmen. Eine Reise durch die Geschichte. Antike Möbel sind Träger dieser Geschichten. Der eigenen oder der erzählten. Raum für Phantasie…

Zwei Tage später:

Ich rufe den französischen Sekretär an. Es wird ein längeres Gespräch.

Er sagt, er hätte inzwischen meine Referenzen und all die Zeitungsauszüge goutiert.

Goutiert sagt er…! Ich denke an das Mousse Au Chocolat meiner Frau.

Schön…ich mache einen Pluspunkt auf der Liste. Er fragt mit einem Seufzer nach dem Preis. Ich erzähle noch einmal was alles gemacht werden muss und mit welchen Materialien – dass meine Kompromissbereitschaft, was die Qualität angeht, sehr gering ist und dass eine handpolierte Schellackoberfläche ein Kunstwerk sei.

Ich rede mich warm, male mit Worten. Der Sekretär hat es mir angetan.

Nenne den Preis.
Stille.
Ich höre leise, entfernte Atemgeräusche.
Ist er vom Stuhl gerutscht?
Ein zögerliches Räuspern. „Das ist teuer!“

Ich gebe ihm recht.

Erneutes Schweigen.
Dann – Er – mit frischem Elan in der Stimme. „Wie kommen wir zusammen – Herr Sturm-Larondelle?“

Der Auftakt zum Handeln. Er versteht sein „Handwerk“.  Eine seltene Kunst in diesem Land, in dem soviel geregelt ist. In so einem Moment bin ich dankbar über einen Freund, der mich unwissentlich diese Kunst lehrte. Er war ein begnadeter persischer Händler für Antiquitäten.

Er beherrschte das ganze Repertoire der Mimik und Gestik, seine Worte waren wie hingeworfene Blumen. Sein Lachen hatte etwas Unwidersteh- liches, etwas das Wärme und Verstehen ausstrahlte. Selbst wenn die Kunden nichts kauften war das Gespräch den Tag wert.

Wir einigen uns bei zwölftausendzweihundert. Er seufzt – aber ich höre sein Lächeln. Es wird eine gute Arbeit werden. Wir werden beide zufrieden sein und vielleicht – ja, vielleicht lernt auch die Urgroßmutter in dem Rahmen das Lachen wieder.

Manfred Sturm-Larondelle

Restaurierung antiker Möbel
Geprüfter Restaurator im Handwerk Innunngsbetrieb

Sachverständiger
Oppelner Str. 33
10997 Berlin
Tel.: 030 611 53 06

www.sturm-larondelle.de

Und weil dieses Thema so gut zu der Blogparade „Mehr Wertschätzung für Solo-Unternehmer“ von Monika Birkner passt, nehme ich auch mit diesem Beitrag gern an ihrer Blogparade teil.

 

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Mehr Wertschätzung für Selbständige auch von Banken!

Sie haben ‚mal wieder ein Kredit-Angebot einer Bank im Briefkasten. Der Zinssatz sieht verlockend aus. Eigentlich brauchen  Sie das Geld nicht unbedingt, aber … man könnte es ja ‚mal versuchen.

Sie rufen bei der Bank an, erzählen wie viel Geld Sie gern aufnehmen würden, es werden einige Details geklärt und dann kommt ganz beiläufig eine entscheidende Frage: „Wo sind Sie angestellt?“

„Gar nicht, ich bin selbständig.“

„Dann tut es uns leid, diese Angebote sind nur für Angestellte.“

Das wars. Auf diesem Weg werden Sie kein Geld bekommen. Sie könnten es jetzt noch einmal bei einer Direktbank versuchen, online einen Antrag ausfüllen. Aber auch dort gibt es ein kleines Kästchen, in dem Sie ankreuzen müssen, dass Sie angestellt sind. Ohne Häkchen hier gibt es auch kein Geld. Sie sind aus Sicht der Banken einfach ein zu hohes Risiko!

Doch vergleichen wir die Risiken eines Angestellten und eines Solo-Unternehmers: Ich zitiere hierzu aus einem Beitrag auf diesem Blog von 2009:

Zunächst eine Frage an die Angestellten:

“Was passiert denn, wenn Ihr in Eurer jetzigen Firma nicht genug Aufträge bekommt? Wie lang ist Eure Kündigungsfrist? Und was macht Ihr, wenn der Laden den Bach runter geht? Klar, dann bekommt Ihr noch Arbeitslosengeld – aber wie lange? Und danach???“

Insgesamt unterscheidet sich die Sicherheit eines Angestellten nur marginal von der eines Selbständigen. Mit einem riesen Unterschied. Der Selbständige ist es gewohnt, für sich selbst zu sorgen. Er muss sich immer wieder neu beweisen und auch seinen Kunden immer wieder neu beweisen, dass er sein Geld wert ist. Wenn das nicht klappt, dann spürt er es sofort – in seinem Geldbeutel.

Ich bin überzeugt davon, dass diejenigen, die selbständig arbeiten, durch dieses ständige Training ihre Problemlösungsmuskeln stärker ausgebildet haben, als die Angestellten. Sie sind oft widerstandsfähiger. Und genau diese Fitness hilft ihnen in der Krise.

Was meint Ihr? Wer trägt auf Dauer das höhere Risiko?

Und wer sollte jetzt mehr Wertschätzung auch von den Banken erhalten? Derjenige, der sich zum großen Teil auf seine(n) Chef(s) verläßt. Oder derjenige, der es sich praktisch zur Gewohnheit gemacht hat, sich jeden Tag neu am Markt zu behaupten und seine Problemlösungs-Muskeln trainiert?

Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

Dies ist ein Beitrag im Rahmen der Blogparade von Monika Birkner, Mehr Wertschätzung für Solo-Unternehmer.  

Sax on the beach – könnte zur Gewohnheit werden

Über YAMPAL – alias Thomas Nennstiel habe ich hier schon zweimal geschrieben. Er wurde in Essen geboren. Nach Musikstudien in Wien (Hochschule für Musik ) und Essen (Folkwanghochschule), die er mit dem Staatsexamen abschloß, absolvierte er noch ein Privatstudium bei Jerry Bergonzi in Boston-USA und Werner Pöhlert in Bensheim-D´land . Danach startete er seine Musikkarriere, die ihn durch Europa bis nach China führte.

Seine wunderschönen Saxophone Stücke sind für mich immer wieder ein Ohrenschmaus. Hier ein Stück, welches gerade auf Youtube hochgeladen wurde,

All the things you are goes china by Yampal

und hier eines meiner Lieblingsstücke von ihm,

Sax on the beach

Was für eine schöne Gewohnheit wäre es, so spielen zu können.

Aber das Hören allein ist ja auch schon Genuss pur 😉

 

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Herzlichen Glückwunsch Alexandra Grassler zum 8. Geburtstag Deines Blogs

Was für ein herrrliches Beispiel für eine erfolgreiche Gewohnheit. Alexandra Grassler feiert heute mit ihrem Blog den 8. Geburtstag. 427 Beiträge hat sie in dieser Zeit geschrieben. Also vierhundertsiebenundzwanzig mal sich an den PC (oder Mac?) gesetzt und ihre Gedanken zu Papier gebracht.

Und ihre Tipps von heute passen ebenfalls sehr gut zum Aufbau von erfolgreichen Gewohnheiten:

Gehe regelmäßig in die Stille und trainiere bei einer Sache zu bleiben.

Und das Trainieren bei einer Sache zu bleiben braucht einen klaren Rahmen. Ein Zeitfenster (z.b. die 25 Minuten einer pomodoro-Einheit) und Abstellen von Ablenkungen. Da darf ich mal aufzählen: Internetbrowser schließen, eMail-Benachrichtigung abstellen, Handy auf lautlos (und damit meine ich lautlos und nicht vibrieren) etc.

Dranbleiben heißt die Devise

Trainieren heißt auch, dass man es regelmäßig übt.

Vielen Dank Alexandra für diese treffenden Anregungen und weiterhin viel Spaß und Erfolg mit Deinem Blog.

Warum wir Fehler nutzen und nicht vermeiden sollten

Das Modell der vier Lernstufen hat mir schon viele gute Dienste geleistet. Es beschreibt sehr anschaulich, wie unser Lernen abläuft. Und es macht mir immer wieder deutlich, wie viel Probleme die allermeisten von uns mit Fehlern haben.

Hier die Frage an Euch:

Wie fühlt Ihr Euch, wenn Ihr feststellt, dass ihr einen Fehler gemacht habt?

Geht es Euch so wie den allermeisten? In diesem Video erfahrt ihr, welches Feedback ich von den meisten meiner Teilnehmer bekomme:

 

Rückenschmerzen eine schlechte Gewohnheit?

Diese Frage schießt mir gerade durch den Kopf. Und wahrscheinlich fühlen sich jetzt einige der Leser angegriffen, die immer wieder über Rückenschmerzen klagen.

Doch vielleicht kann ich sie ja wachrütteln.

Woher kommen Rückenschmerzen? Ich bin zwar kein Mediziner, habe mich aber durchaus mit diesem Thema aus eigenem schmerzhaften Empfinden jahrelang beschäftigt. Nach meinem damaligen Kenntnisstand kamen meine Rückenschmerzen von „falschem Heben“, ungünstigen Bewegungen, ruckartigen Bewegungen oder einfach „Ver-Zerrungen“.

Bis vor etwa 13 Jahren plagten mich diese Schmerzen ca. zweimal pro Jahr. Dann aber so heftig, dass ich für einige Tage mich fast gar nicht bewegen konnte. Ich lief von einem Arzt zum anderen, bekam Krankengymnastik verschrieben usw., es half alles nichts.

Bis ich durch Zufall auf Kieser Training aufmerksam wurde. Ich dachte immer ich hätte Kraft. Aber im unteren Rückenbereich damals scheinbar doch nicht.

Ich habe mit dem Kieser Training angefangen, bin anfangs zweimal die Woche hingegangen, die letzten Jahre meistens nur noch einmal, hin und wieder sogar nur alle zwei bis drei Wochen. Aber es hat geholfen. Ich habe jetzt seit mehr als 12 Jahren keine Rückenschmerzen mehr. Ich bin überzeugt davon, der einzige Grund liegt in meiner neuen Gewohnheit, regelmäßig Krafttraining zu machen.

Und ich bin sicher, hätte ich meine damalige schlechte Gewohnheit, nämlich nichts für meine Rückenmuskeln zu tun, beibehalten, ich würde heute kaum noch aus dem Bett kommen.

 

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Beweg Deinen Arsch dahin, wo Dein Herz sein möchte

Wie wichtig für unser Leben unsere Gewohnheiten sind, dürfte jedem Leser dieses Blogs klar sein. Wie aber bauen wir diese Gewohnheiten am leichtesten auf? Diese Frage bekomme ich immer wieder gestellt.

Dazu folgendes Zitat aus dem Talmud:

Achte auf Deine Gedanken
denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte
denn sie werden Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen,
denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten
denn sie werden Charakter.

Achte auf  Deinen Charakter
denn er wird Dein Schicksal.

Und jetzt die Preisfrage:
Wie steuern wir unsere Gedanken?

Auf verschiedene Übungen habe ich bereits in meinem Buch „Erfolgreiche Gewohnheiten“ hingewiesen. Allein das Gelassenheits-Training hilft enorm, sich der vielen unbewussten Ärgernisse am Anfang bewusst zu werden und diese nach und nach mit immer mehr Gelassenheit anders zu bewerten.

Und trotzdem ist es nicht immer leicht, die Gedanken zu steuern. Was also tun, wenn wir uns auf positive Gedanken nachhaltig ausrichten wollen?

Wir können drei Zentren in uns unterscheiden, das Gedankenzentrum zur Steuerung unserer Gedanken, das emotionale Zentrum zur Steuerung der Gefühle und das Willenszentrum zur Steuerung unserer Muskeln.

Was meinen Sie, was ist effektiver um in gute Stimmung zu gelangen? Die Gedanken zu ändern, die Stimmung zu heben oder die Muskeln in eine bestimmte Richtung zu bewegen?

Die Stimmung? Falsch!
Sie könnte mit einem Tropfen Quecksilber verglichen werden, die sich jeder Bewegung anpasst. Auch wenn man es schafft, sie einige Moment zu halten, lässt sie sich doch schnell wieder ablenken.

O.K, dann die Gedanken? Wieder falsch!
Sie ähneln den Menschen auf einem Bahnhof. Sie kommen und gehen. Aus den verschiedensten Richtungen und in die verschiedenste Richtungen. Es dürfte schwer fallen, da eine gewisse Ordnung hinein zu bekommen. (frei nach Mirsakarim Norbekov, Eselsweisheit)

Damit bleibt unser Willenzentrum und genau mit ihm können wir unsere Muskeln steuern. Probieren Sie es aus bitte: Stellen Sie sich vor einen Spiegel, befehlen Sie Ihren Mundwinkeln sich nach oben zu ziehen und lächeln sie. Das „befehlen“ Sie Ihren Muskeln ca. 5 Minuten lang und Sie werden feststellen, Ihre Stimmung hat sich gebessert.

Steven Pressfield, Autor des Buches „Do the Work“ beschreibt es deftig und um so und treffender:

 „Beweg  Deinen Arsch dahin, wo Dein Herz sein möchte„. 

Wenn Du stärker werden willst, geh‘ ins Fitnesscenter.
Wenn Du schneller werden willst, fange an zu laufen.
… 
Der Punkt ist: Wohin der Körper geht, dahin wird der Geist folgen.

Beweg Deinen Arsch dahin, wo  Dein Herz hin möchte.

Los geht’s, bewegen Sie Ihren Hintern, tun Sie es und erleben Sie, wie sich ihre Gedanken verändern.

Ich garantiere es Ihnen!

 

einfach mal Danke …

Elita Wiegand hat zusammen mit einigen Partnern die Woche der Wertschätzung ins Leben gerufen. Neben guten Beiträgen auf der entsprechenden Website finden sich auf der dazugehörigen facebook Seite viele gute Beiträge. Ein Blick lohnt sich aus mindestens drei Gründen

  1. er zeigt uns uns einige Beispiele, wofür wir dankbar sein können
  2. er macht uns deutlich, welchen Wert Dankbarkeit in unserem Leben haben kann
  3. er inspiriert und motiviert, uns immer wieder neu bewusst zu werden, wie schön es ist, dass wir überhaupt danken können

Ein von Herzen kommenden Dankeschön kostet genauso viel wie ein liebevolles Lächeln – NICHTS!

Es verändert aber unsere Welt auf eine sehr schöne und nachahmenswert Weise.

Elita, Dir und allen Mitstreitern eine herzliches Dankeschön, für diese tolle Aktion.

Und hier jetzt das Video von dem Flashmob, vom vergangenen Samstag in Düsseldorf:

 

Allen Beteiligten daran auch noch einmal aus dem hohen Norden ein großes

D A N K E S C H Ö N

Lasst es uns wirklich zur Gewohnheit werden, zu danken