Die neue Freiheit zu arbeiten …

beschreibt Markus Albers in seinem gerade im Campus Verlag erschienen Buch „Morgen komm ich später rein„. Das Buch ist zwar erst vor gut einer Woche erschienen, kann sich aber schon verschiedener positiver Rezensionen erfreuen, wie z.B. bei den befreundeten Bloggern Alexander Greisle, Wolfgang Horbach, und Jochen Mai.

Auch auf Roberts Basic Thinking Blog kann man näheres über das Buch erfahren, dort sogar als Gastbeitrag, geschrieben von Markus Albers selbst.

Arbeitet Ihr noch oder lebt Ihr schon?

Da mich selbst das Thema Job&Joy seit Jahren fasziniert, war es natürlich klar, dass ich sehr gespannt auf dieses Buch war und es mit Spannung innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe.

Mein Fazit vorweg:

Das Buch ist gelungen, gut geschrieben und sehr gründlich recherchiert. Es zeigt auf, in welche Richtung sich unsere Arbeitswelt und damit wahrscheinlich auch Dein Job bewegen wird. Und es macht Mut, den Weg zu mehr Freiheit für a l l e Angestellten weiter zu gehen. So mühsam er auch sein mag, die Richtung steht fest!

Um nun nicht noch eine Rezension zu schreiben, in der weitgehend ähnliche Argumente für das Buch genannt werden, wie es schon die o.g. anderen Blogger getan haben, hier ein paar ganz persönliche Eindrücke beim Lesen:

  • Markus hat wirklich eine Vielzahl von nationalen und internationalen Studien gelesen und gibt damit dem Ganzen ein sehr solides Fundament. Das dürfte insbesondere dann nicht schaden, wenn man mit diesem Buch seinen Chef überzeugen möchte, die eigenen Arbeitsbedingungen zu lockern. Es müsste doch helfen, wenn er liest und spürt, dass Du mit dieser Forderung nicht mehr der Einzige bist; dass es nur noch eine Frage der Zeit sein wird, bis immer mehr Mitarbeiter von dieser neuen Freiheit Gebrauch machen möchten.
  • Das Buch nennt sehr viele konkrete Beispiele, sowohl großer bekannter Firmen wie BMW, Deutsche Bank, IBM oder Best Buy als auch kleinerer Unternehmen, die sich auf den Weg gemacht haben, ihren Mitarbeitern viel mehr Freiheit als bisher zu gewähren. Diese Beispiele dürften ebenfalls Mut machen.
  • Markus gibt konkrete Tipps, die ebenfalls wieder mit Beispielen untermauert sind, wie die neue Freiheit der Arbeit im Alltag umgesetzt werden kann. Hierzu zitiert er z.B. Leo Babauta oder Timothy Ferriss, die den Lesern meines Job&Joy Blogs bekannt sein dürften. Von Leo übernimmt Markus z.B. 9 Tipps zu effektiven Behandlung von Emails.
  • Markus verschweigt auch nicht, dass der Weg zum eigenständigen Arbeiten – wann und wo ich will – nicht immer leicht sein wird. Hier schließt er sich z.B. auch Timothy Ferriss an und schlägt vor, eine widerrufbare Testphase mit dem Chef zu vereinbaren. Ergänzend sollte auch die Sprache dem Chef angepasst werden, als z.B. lieber „Ich suche nach einem Job mit Kontrolle“ statt „Ich suche nach einem flexiblen Job“ sagen.
  • Beim Lesen wurde mir immer wieder klar, warum ich selbst vor nunmehr 25 Jahren der Karriere in einer Großbank den Laufpass gegegeben habe – das war mir damals viel zu verkrustet. (Ich brauche nur an die genau festgelegte Mittagspause von 30 Minuten denken.) Ich habe diesen Schritt nie bereut, trotz aller Höhen und Tiefen, die man als Selbständiger so durchläuft. Diese Freiheit möchte ich nicht missen. Hätte ich damals diese Freiheit in Aussicht gehabt, wer weiß, vielleicht wäre ich sogar bei der Bank geblieben.

„In der Easy Economy gewinnen wir die Kontrolle über unser Leben zurück. Als neuer Freiangestellter sind wir wieder Herren über unsere eigene Zeit …“

Ich hoffe dass dieser Ausblick von Markus möglichst schnell eintritt und möglichst vielen Menschen dabei hilft, den Job zu finden und ihn so auszuführen, dass sie es von Herzen gern tun. Dann spielt es auch keine Rolle mehr, ob man das Arbeit oder Freizeit nennt. Dann ist das einfach Job&Joy.

PS:

Auf dem Blog von Markus gibt es interessante Hintergründe zu verschiednenen Diskussionen um die Thesen seines Buches.

Auf der Website des Buches gibt es eine Vielzahl von weiterführenden Links. Der Besuch beider Seiten lohnt sich – wie die Lektüre des Buches selbst.

Jörg Weisner
 

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