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Frauen sind multitaskingfähig und schnell – Männer verarbeiten seriell und langsam

Einer der heutigen Beiträge „Liebling ich liebe Dich!“ im Blog von Robert Basic paßt gut zu unserem morgigen Kommunikationstraining.

“ Die Psychologin Annett Schirmer machte während der Arbeit an ihrer Dissertation eine Entdeckung, die Männern zu denken geben sollte: Frauen erkennen blitzschnell, wenn jemand nicht fühlt, was er sagt — ihre Sprachverarbeitung ist auf den Tonfall geeicht.

Das hängt mit dem N400-Effekt zusammen: „

In einem Wikipedia-Artikel zu diesem Thema (Semantisches Priming) heißt es:

„Für die Aktivierung des N400-Effektes spielen nicht nur Satzbau und Grammatik eine Rolle, sondern auch der emotionale Kontext. Zum Beispiel erscheint die N400 auch bei dem fröhlich vorgetragenen Satz „Gestern war ein schöner Tag und ich brach mir ein Bein“. Frauen bewerten parallel zum Inhalt einer Aussage die nichtsprachliche Sprachmelodie. Bei ihnen tritt der N400-Effekt nach 200 ms ein, wenn diverse Worte nicht zum Moll oder Dur der Melodie passen, während männliche Versuchspersonen in der Regel etwa 750 ms für die Verarbeitung benötigen. Dies gilt als Hinweis darauf, dass Männer Wortbedeutung und Sprachmelodie seriell abarbeiten und nicht parallel.“

Im Klartext: Männer brauchen ca. eine halbe Sekunde länger!

Überraschen tut mich das nicht. Frauen (zumindest viele der, die ich kenne) behaupten gern, dass sie mehrere Sachen auf einmal können. Zum Beispiel vor dem Fernseher sitzen, stricken, den Film gucken und sich dabei noch unterhalten … – während mir es vollkommen reicht, nur den Film zu gucken! Jetzt habe ich wenigsten die wissenschaftliche Erklärung dafür. Und kann mich mit diesem Argument hoffentlich manch lästiger Ablenkung entziehen 😉

Jörg Weisner
 

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