Standing ovations bei den Abschlußreden

Das Rhetorik-Event der Superlative ist geschafft. Der zweite Tag setzte sich fort, wie der erste begonnen hatte – mit vielen praktischen Übungen für die Teilnehmer.

Matthias Pöhm erläutert jeweils in kurzen, prägnanten Vorträgen die Feinheiten erfolgreicher, mitreißender Rhetorik. Anschließend teilen sich die Teilnehmer in vier Gruppen auf und müssen die Vorschläge in kurzen Reden vor Publikum umsetzen. In der Seminarbeschreibung heißt es, „mindestens 17 Reden“ habe jeder Teilnehmer zu halten. Ich habe nicht mitgezählt, aber vom Gefü1hl waren es viel mehr.

Besonders einprägsam sind die sogenannten „Durchlaufreden“. In diesem Fall muß jeder Teilnehmer viermal die gleiche, kurze Rede halten. Er (oder sie) bekommt jeweils unmittelbar danach Feedback von der Co-Trainerin, dann geht es in den nächten Raum, vor die nächsten Zuschauer. Wieder die gleiche Rede. Wieder Feedback. Alles wird auf Video aufgenommen und den Teilnehmern anschließend zugeschickt. So soll jeder Teilnehmer auch Wochen später noch feststellen können, wie er (oder sie) Schritt für Schritt besser geworden ist.

Das zweitägige Seminar endet mit einer freien Abschlußrede, für deren Vorbereitung die Teilnehmer zwanzig Minuten Zeit bekommen. Dann geht es los. Der Saal ist abgedunkelt. Die jeweilige Teilnehmerin (oder der Teilnehmer) steht allein im Licht eines einzelnen, dafür aber umso helleren Scheinwerfers.

Quelle: www.poehm.com

Alles wird auf Video aufgenommen. Die Stimmung ist sehr gespannt. Als Redner kann man dank des Scheinwerfes die Zuschauer im Saal nur noch erahnen. Gesichtszüge, Mimik oder ähnliches läßt sich bei bestem Willen nicht mehr erkennen. So müssen sich wohl auch die Stars auf der Fernsehbühne fühlen.

Die einzelnen Reden machen deutlich, wie sehr sich die Teilnehmer verbessert haben. Es wird viel gelacht, fasziniert zugehört und zum Abschluß jede Rede gibt es tosenden Beifall bis hin zu standing ovations.

Was gibt es Schöneres für einen Redner.

Jörg Weisner
 

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