Was interessiert Banken noch außer Geld? Glück!

Zumindest wenn es nach der Deutschen Bank geht. Denn diese hat sich in einer gerade veröffentlichten Studie mit der Glücksforschung beschäftigt.

Untersucht wurden 22 reiche Industrienationen und vier Varianten des Kapitalismus. Der Autor Stefan Bergheim fasst das Ergebnis zusammen: „Die Deutschen sind eher traurig und leben in einer unglücklichen Variante des Kapitalismus.“ Die meisten anderen Nationen sind besser drauf, wie z.B. die Australier, die Schweizer, Kanadier, Briten, Amerikaner, Dänen oder Schweden, ebenso wie die Norweger, Niederländer und Finnen.

Schlechter als die Deutschen fühlen sich nur die Portugiesen, Italiener und Griechen.

Die Financial Times Deutschland stellt die Ergebnisse der Studie vor:

„Glücksnationen zeichnen sich nach der Studie durch fünf Eigenschaften aus. Das Vertrauen in die Mitmenschen ist hoch, Bildungsniveau und das Einkommen auch. Korruption und Arbeitslosigkeit hingegen sind niedrig. Die Länder, die auf den vorderen Rängen landen, weisen fünf weitere Gemeinsamkeiten auf: Viele Ältere arbeiten, die Schattenwirtschaft ist klein, die wirtschaftliche Freiheit und die Geburtenrate sind hoch, der Arbeitsplatzschutz ist niedrig.

Für Bergheim ist deshalb klar: Der deutsche Hang zur Frühverrentung macht traurig, auch die hohe Arbeitslosigkeit ist ein Glückskiller.“

Die Amerikaner scheinen das bereits vor über 230 Jahren erkannt zu haben. Und sie haben es sogar in ihrer Declaration of Independance beschrieben:

„We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness. — That to secure these rights, Governments are instituted among Men, deriving their just powers from the consent of the governed, — That whenever any Form of Government becomes destructive of these ends, it is the Right of the People to alter or to abolish it, and to institute new Government, …“

oder auf Deutsch:
„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind. Dass zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; dass sobald eine Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das Recht des Volkes ist, sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, …“

Quelle: Wikipedia

Wollen wir hoffen, dass es etwas hilft, wenn sogar die Deutsche Bank der Bundesregierung empfiehlt:

„Glück und Lebenszufriedenheit sollten explizit in den Zielen der Politik vorkommen und besser kommuniziert werden.“

via: Danke an Wolfgang Horbach für diesen Hinweis.

[tags]Glück, Glücksstudie, glückliche Nationen[/tags]
Jörg Weisner
 

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