Zwei Fragen an Anja Förster und Peter Kreuz

Dass mir das neue Buch von Anja Förster und Peter Kreuz gefallen hat, habe ich bereits geschrieben. Ich wollte aber mehr wissen über die beiden. Also habe ich ihnen zwei Fragen per Email gesandt und folgende Antworten erhalten:

Meine erste Frage:
Ich könnte mir vorstellen, dass viele Menschen von Euren Vorträgen inspiriert und motiviert wieder in das Unternehmen kommen. Und dann holt sie oft doch wieder der „ganz normale“ Alltagstrott ein. Was sind Eure Erfahrungen: Wie oft werden die Vorsätze auch umgesetzt? Und wenn nicht, woran mag das liegen? Wo liegen typische Hindernisse bei der Umsetzung?

Anja und Peter:
Klar, es gibt Leute, die setzen das um – und andere, die tun das nicht. Wir hören oft nach unseren Vorträgen: „Alles gut und richtig würde ich ja auch gerne könnte ich mir vorstellen in einer anderen Firma wenn ich einen anderen Chef hätte und der Alltagstrott nicht wäre ja dann würde ich das schon gerne machen.“ Aber das sind alles Ausreden!!!! Und wir lassen keine davon gelten.
Unsere Empfehlung an die Menschen, von denen wir diesen Ausredenkanon hören: Schauen Sie sich die Menschen an, die die Welt zumindest ein Stückchen weit verändert haben. Mahatma Gandhi. Muhammed Yunus. Martin Luther King. Mutter Teresa. Das waren keine Müßiggänger, die frei von den Belastungen des Alltagstrotts in aller Ruhe an einer besseren Welt werkeln konnten. Ganz im Gegenteil: Sie alle kannten die Widrigkeiten des schnöden Alltags nur zu gut und haben trotzdem ihre Mission vorangetrieben. Mit außergewöhnlicher Integrität. Mit der Überzeugungskraft, die aus großer Leidenschaft erwächst. Und mit der Beharrlichkeit, die einen Menschen vorantreibt, der sich auf dem richtigen Weg weiß.

Meine zweite Frage:
Aus Euren Büchern und Euren Vorträgen (nach dem Hörensagen) spürt man, die großere Begeisterung, die Ihr mitbringt. Woher holt Ihr immer neue Kraft, für den zum Teil doch ziemlich anstrengenden „Job“ als reisender „Vortragskünstler“?

Anja und Peter:
Klar ist das anstrengend. Und genau deshalb ist es so wichtig, sich Freiräume zu schaffen. Zum Denken und zur Reflexion. Das bedeutet aber auch: Die Zahl der Tage, die wir für öffentliche oder unternehmensinterne Veranstaltungen zur Verfügung stehen, ist begrenzt. Wir brauchen Freiraum für unsere Entdeckungsreisen. Wer Stress hat, kann den Kopf nicht frei haben. Und wer den Kopf nicht frei hat, ist kein intelligenter Gesprächspartner – weder privat noch beruflich.

In diesem Sinne wünsche ich Anja und Peter wie auch allen Lesern dieses Blogs, dass ihr es immer wieder schafft, Euch die persönlichen Freiräume zu schaffen. Auch wenn es manchmal schwer sein mag, es lohnt sich!

Jörg Weisner
 

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