Jörg Weisner

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30 % mehr Gewinn – und das bei 25 % weniger Zeiteinsatz???

am Samstagmorgen bin ich von London zurückgeflogen und um kurz von 09.00 Uhr in Lübeck gelandet. Ich war zu zwei Workshops mit Chris Barrow. Zum einen, seinem ersten von 4 quartalsweisen Workshops mit Zahnärzten und ihren Teams, zum anderen einem sehr intensiven Workshop mit vier anderen Coaches und Chris Barrow. Es waren wieder einmal sehr inspirierende und motivierende Veranstaltungen.

Die Reaktion der Zahnärzte in ihrem Workshop zeigte mir, dass die Probleme die in den verschiedenen Praxen auftreten ziemlich unabhängig von dem Land immer wieder die gleichen sind. „Wie halte ich mein Team bei Laune? Wie erreiche ich, dass meine angestellten Zahnärzte profitabel genug sind? Wie komme ich mit den gesetzlichen Rahmenbedinungen zurecht?“ So lauteten z.B. nur die wichtigsten Fragen.

Die Vorschläge von Chris Barrow und die 8 Kernstrategien, die er in England ähnlich trainiert wie ich in Deutschland, haben sich bei einigen hundert Praxen bewährt. Wie sagte es ein Zahnarzt so schön: „Ich arbeite inzwischen ca. 25 % weniger und mache 30 % mehr Gewinn!“ Wenn das nicht auch Ziele sind, die jeder von unseren Zahnärzte gern erreichen würde.

Spiegelblankes Eis – Erinnerungen an rauschende Schlittschuhfarten

Gestern morgen lief ich mal wieder die „große Runde“, das heißt für mich zuerst durch den Park, zum See und den Weg am See entlang wieder zurück. Insgesamt je nach eingeschobenen Schlenkern zwischen 45 und 65 Minuten.

Am Steg war es vollkommen windstill, der See war spiegelblank – und wie ich erst beim zweiten Hinsehen feststellen konnte – über Nacht wieder fast vollkommen zugefroren.

Durch die Windstille war das Eis glasklar, man konnte auf dem Boden jedes Detail ausmachen.

spiegelglattes eis 2

Beim Anblick dieses Eises fiel mir ein Winter vor etwa 36 Jahren ein. Der See war vollkommen zugefroren und man konnte gefahrlos auf dem ganzen See Schlittschuh laufen. Es weht ein steifer Ostwind und wir stellten uns im Osten des Sees, in Bellin auf das Eis, öffneten unsere Parkas und ließen uns vom Wind die 7 Kilometer über das Eis bis zum Westufer nach Grabensee wehen.

In Grabensee angekommen waren wir so begeistert, dass wir nach Bellin zurück trampten und das Gleiche noch einmal genoßen. Absolut rauschende Schlittschuhfahrten.

Das richtige Wetter für einen Islandhund

Schlechtes Wetter kennt Snoerre nicht. Als Islandhund scheint sie es in den Genen zu haben – das bei uns sogenannte schlechte Wetter.

Ob es nun in Strömen regnet oder nur leicht schneit. Ob naß- oder frostig-kalt, Snoerre legt sich bei jedem Wetter auf den Boden.

im003412

 

Da kommt so ein Steg im zugefrorenen See gerade recht.

Many thanks to Chris

Warum?

Ich habe gerade mal wieder in seinem blog gelesen, was ich in diesem Jahr noch nicht getan hatte.

Chris ist mein Coach in England, coached wie ich auch Zahnärzte, natürlich er in England und seit fast 8 Jahren – ich fange mit dieser Zielgruppe in Deutschland erst an.

Chris bereitet sich auf den Marathon in London vor und hat sein Trainingsprogramm Anfang Januar intensiviert.

Motiviert fand ich besonders folgende Stelle:

This morning I woke at 5.30am and took a 40 minute run past Farnham Castle and to the top of Folly Hill.
It was dark, windy, wet and cold – absolutley wonderful.

Ich habe mich mal wieder von einigen kleineren Erkältungen und von Schnee und Eis von meinen eigenen Lauf-Vorhaben abhalten lassen. Insgeheim habe ich mich darüber auch schon geärgert, meinen Hintern aber dennoch nicht hoch bekommen.
Dann war es mir zu kalt, dann war es mir zu dunkel, dann fühlte ich mich zu erkältet, usw. usf.
Fazit der ganzen Aufschieberei: Ich bin mit meinem Gewicht unzufrieden und mit meiner Fitness alle Mal.

Also nehme ich jetzt das klare kalte Winterwetter wahr und laufe zumindest eine kurze Strecke. Den Newsletter schreibe ich dann eben etwas später.

Chris, danke für den Anstoß!

Napoleon – von zwei Seiten beschrieben

2003 gab es im Fernsehen den Vierteiler über Napleon nach einem Buch von Max Gallo. Ich war damals schon von der Darstellung fasziniert und las anschließend auch die beiden Bücher von Gallo.
Jetzt gab es eine Wiederholung der vier Teile – allerdings erst spät abends ab 22.15 Uhr.

Ich hatte das Vergnügen zwei der vier Teile mir noch einmal ansehen zu können und konnte auch den ersten Teil der beiden Bücher von Gallo noch einmal lesen. Wirklich faszinierend geschrieben!
Auf der Suche nach dem zweiten Band mußte ich sämtliche Bücherregale durchstöbern – leider ohne Erfolg.

Ich fand dabei aber eine alte Ausgabe von Tolstois „Krieg und Frieden“, die meiner Mutter ‚mal gehörte. Irgendwie sprang das Buch mir ins Auge, ich hatte bisher noch nichts von Tolstoi gelesen. Nach Überfliegen des Klapptentextes war meine Neugierde geweckt. Tolstoi beschreibt in diesem Monumental-Werk (4 Bände über insgesamt 1600 Seiten) die Auseinandersetzung zwischen Napoleon und Russland – natürlich aus russischer Sicht.

Das machte die Lektüre für mich besonders spannend. Während Max Gallo Napoleon aus Sicht der Franzosen schildert, konnte ich jetzt bei Tolstoi die entgegengesetze Sichtweisen kennenlernen.

Wann hat man das schon – und nutzt es auch – dass man eine Geschichtsepoche von zwei verschiedenen Standpunkten betrachten kann. Für mich war es auf jeden Fall das erste Mal.
Es hat zwar einige Tage gedauert, bis ich mich durch die 1600 Seiten gelesen hatte – war aber absolut lohnenswert.

Schneeschieben um 06.00 Uhr

Fast so gut wie joggen –

so könnte man das Schneeschieben betrachten …

wenn da nicht die Blase wäre, die ich mir schon nach kurzer Zeit geholt habe.
Auf jeden Fall war es ein schönes Erlebnis, heute morgen um 06.00 Uhr auf dem verschneiten Bürgersteig eine halbwegs breite Passage für die Fußgänger freizuschieben. Frische Luft, absolute Ruhe – bis auf das Kratzen des Schneeschiebers, tief verschneites Dorf, was will man mehr?

Und dann habe ich es endlich doch noch geschafft, die tiefverschneiten Tannenzweige vor der Hoftür zu fotografieren. Ich wollte es schon die letzten zwei Tage tun.

lichter im schnee auf dem innenhof

Drei Tage zu spät aber immerhin …

Eigentlich wünscht man sich ja eine weiße Weihnacht, das hat dieses Jahr bei uns nicht ganz geklappt. Der Schnee kam, aber drei Tage zu spät.
Jetzt hat er dennoch die Welt einmal wieder vollkommen verwandelt. Es ist schon erstaunlich, was so ein paar Zentimeter Neuschnee ausmachen können. Wahrscheinlich fällt uns es besonders auf, weil wir meistens im Winter eher die naßen und grauen Tage kennen.

schnee auf der terrasse 3
Auf jeden Fall freue ich mich jetzt über den schönen Blick von meinem Schreibtisch.

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Ein neuer Kamin verzaubert einen ganzen Raum

Jetzt hat er doch noch seine gute Seiten gehabt, unser großer Wasserschaden von 2002. Damals waren wir nach einem sehr langen und sehr ausgiebigen Regen im wahrsten Sinne des Wortes abgesoffen. Ein kleines Bächlein wurde innerhalb von sehr kurzer Zeit zu einem ausgewachsenen Fluss, überschwemmte den Garten, flutete drei Wohnungen und unsere beiden Keller – leider mit der kompletten Heizungsanlage, die einen Totalschaden erlitt.

Um so etwas nicht noch einmal zu erleben, ließ ich die Heizungsanlage an einen anderen Ort versetzen und auf Gas umstellen. Damit wurde der alte Schornstein nicht mehr gebraucht.

Seit einem halben Jahr wohnt jetzt mein Sohn Arne in der Wohnung im ersten Stock, die genau an diesen Schornstein anschließt. Was lag damit also näher, als ihm gemeinsam einen Kaminofen zu Weihnachten zu schenken.

Am Samstagabend vor Weihnachten haben wir ihn installiert und natürlich auch gleich in Betrieb genommen. Das Ergebnis war mehr als zufriedenstellend.

arnes kamin 1

Es geht doch nichts über offene Flammen, in die mit hineinträumen kann. Wahrscheinlich werden da unsere Urinstinkte angesprochen, anders kann ich mir kaum erklären, warum jeder sich von so einem offenen Feuer in den Bann schlagen läßt.

Selbst geschlagenes Holz wärmt mindestens dreifach …

Auf dem Weg vom See zurück traf ich heute morgen einen Bekannten aus dem Nachbardorf, der gerade seine Motorsäge auspackte. Links vom Weg lag noch eine große, gefällte Buche. Ich fragte ihn, wie lange er wohl brauchen würde, den ganzen Baum zu zersägen. „Nicht mehr als 2-3 Stunden, wir sind nachher zu dritt, dann geht das ziemlich schnell. Das schwerste daran ist das Aufladen“ antwortete er mir – aber immerhin sei das Wetter heute ideal, trocken und nicht zu kalt.

gefllte buche

Ich wünschte ihm noch viel Spaß trabte meines Weges, in Gedanken noch bei dem Hobby-Holzfäller.

Wir heißt es so schön, „Selbst geschlagenes Holz wärmt mindestens dreifach – das erste mal beim Fällen des Baumes, das zweite mal beim Zersägen und Aufladen, das dritte mal beim Abladen und Spalten – tja und dann schon das vierte mal beim Heizen.

An dem Spruch ist wirklich was dran.

Viele Pfützen sind nicht so tief wie sie aussehen – viele Probleme sind nicht so groß wie sie erscheinen

Heute morgen hatte ich wirklich Schwiergikeiten, mich zum Laufen aufzuraffen. Zum Glück „muß“ ich raus, schon wegen Snoerre, meiner Hündin. Sie nur in den Garten zu lassen, würde ihr nicht reichen und mir ein schlechtes Gewissen bescheren. Um kurz nach 7.00 Uhr erschien es mir noch stockdunkel zu sein, es regnete und in den Nachrichten hatten sie sogar eine Unwetterwarnung herausgegeben.

Zum Glück zog ich dann doch die Laufsachen an und trabte los.

* Das erste (wieder einmal) erstaunliche Erlebnis? Es war längst nicht so dunkel, wie es von drinnen noch aussah. Der Weg war gut zu erahnen.
* Zweites Erlebnis: Es regnete längst nicht so stark, wie es sich von drinnen anhörte.
* Drittes Erlebnis: Trotz der Unwetterwarnung war es zwar windig, aber längst nicht so stürmisch, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Immer noch etwas „widerwillig“ lief ich jetzt also dem Wald am See entgegen. Snoerre hatte ihre Geschäfte erledigt und ich stand vor der Wahl, rechts abzubiegen und den kurzen Weg wieder nach Hause zu nehmen oder doch links (wie normalerweise) zur Badestelle zu laufen. Auch nur insgesamt 20 Minuten lang, aber bei so einem Wetter kommt man ja schon ‚mal in Versuchung. Zum Glück siegte die Gewohnheit über die Faulheit und ich lief zur Badestelle.

Jetzt kamen auf dem Waldweg eine ganze Menge kleiner und größerer Pfützen. Um die ersten bin ich dann noch mühsam drum herum gelaufen. Sie erschienen mir auch zu tief – obwohl ich fast nichts sehen konnte. Doch dann wagte ich es, durch die erste Pfütze zu laufen – und siehe da: Sie war viel weniger tief, als ich befürchtet hatte. Bei den nachfolgenden Pfützen war es dann ähnlich. Mit der Zeit bekam ich zwar doch noch nasse Füße aber das war mit der Spaß inzwischen wert.

Was könnte ich daraus für das „Leben lernen“???

Viele Probleme sind längst nicht so groß, wie sie von außen erscheinen. Wenn wir einmal angefangen haben, sie zu lösen, erscheinen sie sehr sehr oft viel einfacher und leichter lösbar als vorher gedacht.

Mal sehen, wie lange ich das behalte ….