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Ein typischer Graham …

Woher meine eigene Kreativität kam und warum es mir oft so leicht viel, schnell neue Ideen zu entwickeln, war mir selbst gar nicht so richtig bewußt. Ich nahm es einfach hin und freute mich darüber – und meine Kunden natürlich auch.

Dies änderte sich, als ich eines Tages mit Graham Horton über Kreativität sprach. Er hatte auf einer Zugfahrt das Buch von Edward De Bono über das 6-Hüte Denken durchgelesen und wir philosophierten darüber. Ich fragte, warum denn diese ganzen Methoden so wichtig seien, wenn doch die Ideen ganz von „alleine kämen“.

Graham machte mir klar, dass das nicht bei jedem so sei. Dass vielmehr die meisten Menschen eher Schwierigkeiten damit hätten, auf neue Ideen zu kommen. Bei mir wäre das eher eine unbewußte Kompetenz. Um zu erkennen, was bei solchen Prozessen abläuft, müßte ich mir diese Prozesse erst einmal bewußt machen.

Graham arbeitete damals (ca. vor 10 Jahren) an seiner Habilitation in Erlangen. Heute ist er Professor und Leiter des Lehrstuhls für Simulation und Modellbildung an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg. Seine Leidenschaft für systematische Kreativität hat er beibehalten und ist konsequenterweise Gesellschafter der Zephram GbR, einer Gesellschaft, die sich professionell mit der Ideenfindung beschäftigt.

Natürlich gehört auch ein Blog dazu, es trägt den vielversprechenden Titel „Impuse für Innovation„. Und genau auf diesem Blog könnt Ihr heute ‚mal testen, wie kreativ Ihr wirklich seid:

Das Lichtschalter-Rätsel

1. Drei Glühlampen sind mit drei Schaltern verbunden.
2. Die Glühlampen sind weit weg von den Schaltern, in einem anderen Gebäude.
3. Sie sollen herausfinden, welche Glühlampe mit welchem Schalter verbunden ist.
4. Die einzige Möglichkeit, den Zustand der Lampen zu ermitteln, besteht darin, sie eigenhändig zu kontrollieren.
5. Sie stehen bei den Schaltern und dürfen nur ein einziges Mal zu den Glühlampen gehen, um sie zu kontrollieren.
6. Wie machen Sie das?

Sollte Euch die richtige Lösung nicht einfallen, könnte es daran liegen, dass Euch Eure eigene Kreativität blockiert. Bevor Ihr aber verzweifelt, schickt Graham eine Anfrage per E-mail und er gibt Euch die Antwort.
Wie gesagt, ein typischer Graham eben 😉

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Wie kann man seine Produktivität am PC deutlich steigern?

Diese Frage beschäftigt sicherlich fast jeden, der (oder die) regelmäßig am Computer sitzt.

Eines der auf Dauer effektivsten Möglichkeiten ist es, endlich zu lernen mit 10 Fingern blind zu schreiben. Ich selbst hatte das große Glück, dass ich schon während meiner Lehre zum Bankkaufmann dazu gezwungen wurde. Es stand nämlich in meinem Ausbildungsvertrag, dass ausreichende Schreibmaschinenkenntnisse nachzuweisen seien.
Also durfte ich gleich zu Beginn der Lehre für 8 Wochen den Kieler Stenografenverein besuchen und auf einer immerhin schon elektrischen Schreibmaschine lernen und üben.

Ich bin sicher, diese Investition hat sich bisher hundertfach rentiert. Ich schreibe zwar längst nicht immer fehlerfrei, aber dafür relativ schnell, wie ein Test auf schnell-schreiben.de gerade bewiesen hat.

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Speedtest

Ein Dank an Elke, für den Link zum Speedtest.
Wem der Produktivitätsschub durch die 10 Finger noch nicht reicht, dem gebe ich hier gern einen Tipp von Joachim Rumohr weiter, der uns gestern auf dem WordCamp08 noch einmal PhraseExpress ans Herz gelegt hat.
Mit diesem Windows-Programm könnt ihr beliebig viele Abkürzungen erschaffen und Euch noch viel mehr Zeit ersparen.

Joachim gibt unter phraseexpress.rumohr.de sehr wertvolle Tipps. Das Programm ist im privaten Einsatz kostenlos, aber auch für den beruflichen Einsatz mehr als erschwinglich. Alternativen für den Mac findet Ihr unter TextExpander und typeit4me.

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Blog – einfach erklärt in verständlichem Deutsch

Kennt Ihr Sachi und Lee LeFever? Vielleicht nicht, aber Ihr habt mit großer Wahrscheinlichkeit schon das eine oder andere Video von den beiden gesehen. Sie haben sich nämlich auf Ihrer Website commoncraft darauf spezialisiert, die Begriffe aus dem Web2.0 wie z.B. Wiki, RSS oder Google Docs in einfachem English zu erklären. Die RSS und Wiki-Videos wurden auch schon auf Deutsch übersetzt.

Eines der neuesten Videos erklärt jetzt was Blogs sind.

Klar, für alle Blogger ist das ein alter Hut – aber wie erklärt Ihr es Eurer Schwiegermutter, wofür Ihr Euer Blog gebrauchen könnt? Und Euer Chef, Eure Kunden und/oder Lieferanten – wissen die alle, was ein Weblog ist? Mit Sicherheit nicht.

Um diesem unsäglichen Zustand ein Ende zu bereiten, habe ich heute das neue Video mit dem Einverständnis von Lee auf Deutsch übersetzt. Hier ist es:


Link: sevenload.com

Ich freue mich, wenn es Euch gefällt und bei der einen oder anderen Erklärung helfen kann. Berichtet ‚mal über Eure Erfahrungen.

Nachtrag: Auf Anregung von Frank Hamm habe ich das Video auch noch zu Youtube hochgeladen, hier ist der Link:

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Blogger-Kauderwelsch auf Deutsch übersetzt

Anke hat mir einmal wieder die Augen geöffnet. Als kritische Gesprächspartnerin habe ich sie gebeten, sich meine eben verfassten Beiträge anzusehen.

Hier ein kleiner Ausschnitt unserer gerade geführten Diskussion:

Das verstehe ich alles nicht! Wie das mit dem Adventskalender gehen soll, keine Ahnung.

Wieso, das steht doch alles im Teno-Blog .

Das ist es ja gerade, was dort steht, verstehe ich einfach nicht.

Was verstehst Du nicht?

Wir setzen uns vor mein Notebook. Ich rufe die Seite vom Teno-Blog auf. Und sie liest mir die Stelle vor, die die Fragezeichen auslösen.

Zitat vom Teno-Blog:
„Es geht also darum, zu erraten oder zu kombinieren, in welchem Blog im großen weiten Internet unser jeweiliger Tagespreis gepostet wurde. Wer dieses Blog findet und als erster hier im TeNo-Blog in den Comments zu diesem Beitrag den Permalink zum besagten Eintrag postet, gewinnt den Preis.“

Jetzt verstehe ich nichts mehr. Da steht doch alles ganz klar beschrieben.

Nein! Was heißt z.B. „gepostet“? Und dann „Comments“ – das hätte man ja auch auf Deutsch schreiben können. Und „Permalinks“ – hat das was mit dem Permafrostboden zu tun???

Also gut: Ich erkläre es Dir:
„posten“ ist ein anderes Wort für schreiben, Beiträge in ein Blog stellen, seine Meinung äußern. Klar?

Und ob man „Comments“ nun mit „C“ oder mit „K“ schreibt, ist doch egal …

„Permalinks“ sind die feststehenden Links eines Artikels. Also die genaue Internet-Adresse, die immer gleich bleibt, unter der Du (und Google) den Artikel jederzeit finden kannst.
Sind jetzt alle Klarheiten beseitigt?

Nein. Permalink ist mir immer noch nicht klar.

Häh? Was ist denn da nicht klar? Was begreifst Du nicht?

Steht der Permalink irgendwo auf der Seite. Muß ich den Permalink kreieren oder wie geht das?

Also paß auf: Guck mal oben auf die Adresse in der Adresszeile was steht da:

Was ist die Adresszeile?

Oh, Du machst mich wahnsinnig. Oben, wo „http://… steht“ das nennt man Adresszeile.
Was steht da jetzt:

http://www.team-success.de/blog/ Ist das der Permalink oder was?

Nein, das ist die Internet-Adresse meines Blogs. Jetzt klicke mal bitte auf die Überschrift dieses Artikels, den Du gerade liest.

Ja, habe ich drauf geklickt. Jetzt steht oben was anderes.

Was steht da oben jetzt?

http://www.team-success.de/blog/2006-12-01/blogger-kauderwelsch-auf-deutsch-uebersetzt/

So, und genau das ist der Perma-Link.

Danke. Warum sagst Du das nicht gleich.

Hier wäre jetzt ein „Kopfschüttel “ angesagt, aber der Begriff ist ja schon vergeben.

Puh, kann Kommunikation schwer sein!

Ja. Aber manchmal macht Ihr Blogger Euch das Leben auch selbst schwer. Wenn ihr wollt, das Menschen wie ich auch die Lust am Bloggen bekommen, schreibt bitte so, dass wir Euch auch verstehen.

Werde ich mir merken!

Fazit für mich:
Mir immer wiede vor Augen führen, dass wir uns selbst sehr schnell an die Fachausdrücke gewöhnen. Wenn wir aber Leser gewinnen wollen, die noch keine Ahnung vom Bloggen haben, dann müssen wir so schreiben, dass diese Leser uns auch verstehen. So schwer uns das auch fallen mag.

[tags]Bloggersprache, Blog-Begriffe, Fachchinesisch[/tags]

Gründen Sie doch Ihre eigene Bank – eine Ideen-Bank

Burkhard Schneider hat mich mit seinem best-practice-business Blog einmal wieder inspiriert und alte Erinnerungen bei mir wachgerufen.

Erinnerungen an die Zeit, als ich den Beruf des Bankkaufmanns gelernt habe. Damals war Bankkaufmann noch etwas ganz Tolles. Damals rissen sich die Bewerber darum, dort eine Lehrstelle zu bekommen. Damals war von Entlassungen noch lange keine Rede – aber das ist ein andere Geschichte.

Ich hatte mir damals oft vorgestellt, wie es wäre, eine eigene Bank zu gründen. Dann hätte ich es in der Hand, wer Geld bekommt und was mit dem Geld gemacht wird. Mangels Masse und dank anderer Ideen ist es nie soweit gekommen.

Doch dank des Hinweises von Burkhard, (der wiederum über selbst-und-staendig inspiriert wurde) kam mir heute die Idee, doch eine Bank zu gründen. Und zwar eine Bank, deren Vermögen sich automatisch vermehrt, je mehr man davon weggibt.

Wäre so eine Bank nicht auch etwas für Sie? Gründen Sie doch auch eine solche Bank. Eine Ideen-Bank.

Diese Bank hätte den riesigen Vorteil, dass sie mit sehr wenig Fixkosten auskommt. Die Handlingskosten sind im Gegensatz zu den klassischen Banken zu vernachlässigen. Und die Sicherheitanforderungen lassen sich bestimmt auch regeln.

Das Vermögen dieser Bank? Ideen, Ideen und nochmals Ideen

Und das Faszinierenste an dieser Bank: Das Kapital würde wachsen, wachsen und wachsen – nämlich jedes Mal, wenn die Ideen mit jemand anderem geteilt würden.

Denn das ist das Besondere und einer der hervorstechensten Eigenschaften von Ideen, sie werden wertvoller, wenn man sie anderen erzählen darf. In dem Moment, wo wir darüber berichten und die Reaktionen der anderen beobachten, werden diese Ideen bei uns im Kopf weiter angereichert. Es kommen neue Aspekte hinzu. Wir können aus der Rückmeldung der anderen kritische Punkte erkennen und vorbeugen.

Die Ideen werden einfach wertvoller und vervielfältigen sich – indem man sie teilt!

Wann gründen Sie Ihre Ideen-Bank?

[tags]Ideen, Kreativität, Ideen-Bank, Problemlösung[/tags]
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Suchen wir nach Gründen warum es unmöglich ist oder warum es möglich ist?

Peter, einer der Mitarbeiter von FON hat fon-o-sophiert und ein sehr schönes Zitat gefunden:

„Als ich heute [….] die Unterschiede zwischen den Geistern erwog, die mich oft bewegt hatten, und die meine Meinung, ob ich in Deutschland Frucht bringen könne oder nicht, schwanken liessen, da vermerkte ich, daß wir auf keinen Fall den Worten jenes Geistes beipflichten dürfen, der alles für unmöglich erklärt und immerfort Unzuträglichkeiten aufzeigt. Wir müssen vielmehr den Worten und Anregungen des anderen Geistes Gehör schenken, der die Dinge als möglich darstellt und Mut macht.“

Quelle: Memoriale, Peter Fabers, 14.02.1543, Mainz.
post scriptum: Peter Fabers war, vor 500 Jahren, übrigens der erste Jesuitenpater in Deutschland……

Es kommt also (wieder einmal) ganz darauf an, wohin wir unseren Blick oder Focus richten:

  • auf das Problem und damit auf alle Gründe, warum etwas nicht funktionieren könnte
  • auf die Lösung, und damit auf alle Möglichkeiten, wie wir es hinbekommen können

Welche Variante verspricht wohl mehr Erfolg???

So, und wenn wir uns jetzt für die richtige Antwort entschieden haben, dann sollten wir u.a. zwei Dinge tun:

  1. Die Denkhaltung auf unsere eigene Kundenauswahl und -ansprache anwenden
  2. Unsere Kunden ermutigen, ebenfalls diese Denkweise anzuwenden

blog karneval

Dann helfen wir nicht nur uns, sondern eben auch unseren Kunden.

(Und haben damit ganz nebenbei noch einen weiteren Beitrag zum 1. Business Blog Karneval)

[tags]unmöglich, möglich, Problem, Lösung, Business Blog Karneval[/tags]

Verhelfen Sie Ihren Gästen zu neuen Ideen – und verdienen noch Geld damit

Ideen haben eine ganz besondere Eigenschaft: Sie werden besser, ausgereifter und können sich vervielfältigen, wenn man sie teilt .

Behält man sie für sich, vielleicht aus Angst, dass Andere sie einem stehlen könnten, besteht das Risiko, dass sie Schimmel ansetzen und dass sie von der Wirklichkeit (da draußen) überholt werden.

Ich habe gerade von einer faszinierenden Idee auf dem Ideentower gelesen.

Networking beim Lunch II: Wie Sie Wissen teilen und Ideen beim Mittagessen nebenbei generieren

Ideentower berichtete bereits über Networking beim Mittagstisch. Unser Leser Frank Wagner kam auf eine weitere Idee, wie Sie die informellen Wissensaustausch in Ihrem Unternehmen fördern können – anders & originell:

In der Kantine werden Tabletts zufällig mit einer Farbe, einem Buchstaben, einer Zahl, einem Symbol o.ä. versehen. Nachdem man sich sein Essen geholt hat, setzt man sich an den Tisch, der auch diese Farbe, Zahl, Symbol usw. hat. Und schon sind die Leute bunt und zufällig gemischt an den Tischen. Als Anreiz um die erste Zurückhaltung zu überwinden: Jeder, der sich mit anderen an einen farbigen Tisch setzt, bekommt einen kostenlosen Nachtisch.“

Dieser Denkanstoß löste bei mir folgende Fragen aus:

  • Was machen die Unternehmen, die keine Kantine haben?
  • Was machen die Gaststätten, die ebenfalls keine Kantine beliefern (das dürften die meisten sein)?

Meine Ideen-Erweiterung:

Gaststätten übertragen das o.g. Prinzip und passen es folgendermaßen an:

  • Sie laden möglichst viele verschiedene Unternehmen aus ihrem Einzugsbereich ein.
  • Sie veranstalten einmal die Woche oder einmal im Monat einen Ideen-Mittagstisch.
  • Sie übernehmen die Teile der o.g. Vorgehensweise, die für sie passen, z.B. die Unterstützung der zufälligen Vergabe von Platzkarten.

Wollen die Gaststätten den gesamten Prozess noch weiter fördern, können sie:

  • Metaplanwände aufstellen, als allgemeine Ideenspeicher
  • wird nach der Veranstaltung eine kurzes Fotoprotokoll verschickt, erhöht das noch die Kunden-/Gästebindung
  • befreundete Berater/Trainer bitten die Treffen mit einer kurzen Einführung zur Kreativität zu eröffnen und begleitend mit Rat und Tat zur Seite zu stehen
  • Buchhändler die Möglichkeit eröffnen, zum Thema passende Bücher anzubieten

Wenn das Konzept angenommen wird, kann man auch bei bestimmten Veranstaltungen bestimmte Rahmenthemen vorgeben. Damit vermeidet man, dass das Ganz langweilig wird.

So, ich denke das reicht fürs Erste, wer weitere Ideen hat, ist herzlich eingeladen, zu kommentieren.

[tags]Ideeen, Kreativität, Gaststätten[/tags]

Eine Unternehmen hat keine Gefühle – die haben nur die Menschen in dem Unternehmen

Über einen Beitrag in dem work.innovation Blog von Alexander Greisle bin ich auf eine Aussage von Marcel Widmer in seinem Job Blog gestoßen:

Unternehmen bestehen aus Menschen

Wie Marcel schon sagt, „altbekannt, aber immer wieder gut daran erinnert zu werden.“

blog karneval

Mir fällt dabei ein kleines Element aus unseren Seminaren ein, welches nicht nur zu dem obigen Zitat sehr gut paßt, sondern welches Ihnen auch noch die Chancen auf neue Aufträge deutlich erhöht:

Es handelt sich um eine Möglichkeit, eine kleine Martforschungs-Studie in sehr kurzer Zeit, ohne weiteren Aufwand und dann auch noch von Ihrem derzeitigen Platz (ob nun Arbeitsplatz, der Couch oder dem Schaukelstuhl auf der Terrasse) zu unternehmen.

Nehmen wir einmal an, Sie haben ein Dienstleistungs-Unternehmen und wünschen sich einen Auftrag von einer Firma, die Sie bisher nicht erreichen konnten.

Möchten Sie herausfinden, wie Sie den Zugang zu diesem Unternehmen finden, der Ihnen bisher verschlossen blieb?

Versuchen Sie einmal folgendes:

Setzen Sie sich ruhig hin, entspannen Sie sich und stellen Sie sich dieses Unternehmen einmal in all seinen Facetten vor. Nun überlegen Sie bitte, wer in diesem Unternehmen Ihr Ansprechpartner sein könnte. Welcher Mensch wäre das? Kennen Sie seinen Namen? Falls nicht, können Sie seinen Namen wahrscheinlich leicht über das Internet herausfinden. Wahrscheinlich können Sie auch noch die eine oder andere zusätzliche Information herausbekommen. Sehr gut!

Und jetzt schließen Sie bitte die Augen (nachdem Sie die folgenden Zeilen gelesen haben). Stellen Sie sich vor, Sie könnten für eine ganz kurze Zeit in den Körper und in den Kopf dieses Menschen hineinschlüpfen. Sie könnten die Welt aus der Sicht dieses Menschen betrachten.

  • Wie sähe die Welt aus seinen Augen aus?
  • Wie würden Sie, (aus dieser Perspektive) Ihre Firma betrachten.
  • Welche Probleme würden Sie im Moment wohl am meisten beschäftigen?
  • Wovon würde es abhängen, ob sich diese Probleme erfolgreich lösen ließen?
  • Welche Auswirkungen hätte es auf Ihr Privatleben, wenn Sie diese Probleme schnell und effektiv lösen könnten?
  • Welche Hilfe könnten Sie für die Problemlösung gebrauchen?
  • Welche Erfahrungen haben Sie mit Dienstleistern gemacht?
  • Welche Eigenschaften müsste für Sie der ideale Dienstleister mitbringen?
  • Wann würden Sie das Gefühl haben, dass der externe Dienstleister Sie und Ihre Probleme wirklich versteht?

Und nun kommen Sie bitte zurück in Ihren eigenen Körper (und Kopf) und schreiben Sie sich auf, welche Eindrücke Gedanken und Gefühle dieses kleine Experiment bei Ihnen ausgelöst hat.

Ich wette mit Ihnen, Sie sind der Firma und insbesondere dem Menschen in dieser Firma ein ganzes Stückchen näher gekommen. Ihre Chancen dort zu akquirieren und den Auftrag auch tatsächlich zu bekommen sind entscheidend gestiegen.

Viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer frisch gewonnen Erfahrungen.

[tags]Akquise, Marktforschung, Kunden_gewinnen, Kunden_verstehen[/tags]
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Aus Fehlern lernen – aber wie?

Wie verhalten Sie sich, wenn Sie einen Fehler machen?

Genau diese Frage haben wir in einer Umfrage vor einigen Jahren verschiedenen größeren Unternehmen und Behörden gestellt. Die spontane Antwort: „Bei uns werden keine Fehler gemacht.“

Naja, nach etwas Nachdenken: „Tja, auch bei uns kommen Fehler vor. Aber im Zweifelsfall ist es besser keinen zu machen. Oder sich nicht erwischen zu lassen!“

Vom Tenor hätten wir oft ergänzen können: „Oder wenn es unsicher wird, einfach nichts tun. Abwarten. Besser kein Risiko eingehen, als evtl. etwas Falsches tun.“ usw. usf.

Ich glaube diese Haltung ist nach wie vor verbreitet. Da ich gerade an meinem wöchentlichen Newsletter schreibe und mir das Thema „Aus Fehlern lernen“ gewählt habe, bin ich natürlich ‚mal wieder am Recherchieren und Surfen.

Die Auswahl auf den erste Plätzen bei Google ist schon recht interessant. Da werden höchst theoretische Abhandlungen über das Lernen in der Schule veröffentlicht. Ein Überfliegen dieser Theorien und Forschungsergebnisse ist kaum möglich, weil sie nur so strotzen vor lauter Fachbegriffen. Und ich dachte immer ich könnte mit Fachbegriffen was anfangen …

Dann ein Beitrag aus dem M-E-X Blog, immerhin mit genau dieser Überschrift. Nur schade, dass er schon von März 2003 ist. Um so interessanter eine kleine Randnotiz. Robert Basic freute sich in dem Beitrag, dass die Bundesregierung eine Webseite eingerichtet hat, mit dem Namen: www.aus-fehlern-lernen.info. Ein Klick – und???

Ich lande auf www.existenzgruender.de – war wohl nichts, mit dem Lernen aus Fehlern???

Zum Glück gibt es einen Artikel von Scott Berkun, dem Autor von The Art of Project Management mit dem Titel: „How to learn from your mistakes„. Den hatte ich mir schon vor ein paar Wochen in die Liste mit den möglichen zukünftigen Newsletter-Themen gelegt. Über Google bin ich heute auf das Job Blog von Marcel Widmer aus der Schweiz gestoßen. Er hatte damals gleich über den Artikel von Scott berichtet. Marcel, danke für die Erinnerung.

Wer neugierig auf meinen vollständigen Artikel ist, abonniere einfach den kostenlosen Newsletter unter: www.team-success.de

Alle, die das heute noch vor 20.00 Uhr tun, bekommen den Newsletter heute Abend noch frisch auf den Tisch, per E-mail. Die anderen, die später ihre E-mail Adresse eintragen, können sich den Newsletter dann aus dem Archiv (unter kostenlosen Downloads) holen.

Die Lösung für endlose Besprechungen

Burkhard Schneider hat sie gerade auf seinem best-practice-business blog vorgestellt. Das Malbuch für Manager (und alle, die es werden wollen).

Es heißt „Kill Time“ und hält, was der Name verspricht. Es hilft Ihnen die Zeit totzuschlagen.

„Welcher Mitarbeiter kennt nicht die Situationen, mehrere Stunden nutzlos in einer Besprechung, Meeting oder Konferenz zu verbringen? Was ist dann meist der einzige Ausweg? Man nimmt ein Blatt Papier und malt vor sich hin. Im Laufe der Zeit gehen einem aber die Ideen aus, welche Formen man noch nicht gemalt hat. Und genau dafür gibt es jetzt ein 60seitiges Malbuch für Manager mit dem Titel “Kill Time”, das dieses Problem lösen kann.“

Wer mehr darüber wissen möchte, sollte den Artikel von Frank Berzbach in science garden lesen. Dort gibt er einen umfassenden Einblick in das Buch:

„Ab der zweiten Stunde, in der auch Hunger, Durst und Rückenschmerzen zunehmen, sind andere Mittel nötig. Und die Rettung kommt aus Frankreich: „Life’s too long not to waste time!“ – so der englische Untertitel eines Malbuches für die gebildeten Stände. Im handlichen A5-Format hält es auf 60 Seiten „exercises to kill time“ bereit – und diese sind wesentlich attraktiver als das Ausmalen von Kästchen.

Es ist ganz einfach. Ein Beispiel: In einem Kreis ist ein kleines Mobiltelefon abgebildet. Das Icon wiederholt sich, acht Stück pro Zeile und zwölf Reihen pro Seite. Das erste gibt die Vorlage. Mit einem Querstrich wird daraus ein Handy-Verboten-Schild. Der Nutzer wird aufgefordert alle anderen ähnlich auszumalen.
Auf der nächsten Seite finden sich 96 Geschenkpakete, aber nur eins ist mit einer Schleife umwickelt – die Aufgabe ist klar. Dann zwölf Reihen Kühe, ohne Muster. Die erste ist „in Halbtrauer“ (Arno Schmidt); um alle Tiere mit schwarzen Flecken zu versehen, benötigt man bis zu 15 Minuten.

Die Icons können übrigens je nach Aggressionsgrad der Sitzung ausgewählt werden: Es gibt Bomben mit einer Lunte zum Ausmalen. In einen leeren Patronengurt müssen die Patronen eingezeichnet werden, dem Stacheldraht fehlen die fiesen Häkchen und ein stilisiertes Gesicht verlangt nach einem blauen Auge (der Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt!).
Sollten attraktive Menschen anwesend sein, dann kann man auf einer ganzen Seite hinter dem Satz „Voulez-vous coucher avec moi ce soir?“ das „oui“ unterstreichen. Oder das Wort ,SIX‘ durch das hinzufügen von drei horizontalen Strichen in ,SEX‘ verwandeln. (Das Buch stammt von französischen Designern.)“

Das Buch können Sie in Deutschland nur über den Lesershop des MAGAZIN bestellen, zum Preis von 13,90 Euro.

Und wem das dann auf Dauer doch wieder zu langweilig wird, der kann sich ja auf bullshit Bingo zurückbesinnen. Näheres hierzu mit weiterführenden Links bei Wikipedia.